Lieber Herr Riße, ja, es ist sehr gut, dass Sie diese heimliche Aufnahme machten! Anneli wäre jetzt sicher froh, dass Sie dieses wertvolle Erinnerungsstück haben. Und übrigens: Anneli war wohl sehr bescheiden, denn ihr Klavierspiel kann sich wirklich hören lassen und dass sie nur für sich spielen wollte, zeugt von edler Bescheidenheit trotz eines riesigen Talents. Dass die Weihnachtszeit besonders schmerzhaft ist, kann ich verstehen. Aber trotzdem bin ich sicher: Anneli wird sie durch diese Zeit tragen, durch all die schönen Dinge, die sie hinterlassen hat, wie das Klavierstück, die Fotos und vieles mehr, sie wird Ihr besonderer Weihnachtsengel sein. Lieber, lieber Herr Riße, liebe Familie Annelis, Sie sind nicht allein, viele Freunde und Ihre lieben großen Kinder mit Familien sind bei Ihnen. Und auch viele fremde Menschen. Glauben Sie mir, obgleich wir uns nie begegnet sind, fühle ich von Herzen mit Ihnen. Anneli bleibt unvergessen. Die Stiftung wird meine Familie übrigens gerne unterstützen, wenn es soweit ist. Ich wünsche Ihnen einen 1. Advent voller schöner Erinnerungen an Ihr geliebtes Kind. Die Gefühle, die Sie für Anneli haben, werden immer bleiben. Anneli wusste sicher, dass Sie so abgöttisch geliebt wird, und schöpfte viel Kraft und Freude daraus! Ganz nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass Annelis Mörder hoffentlich eine Adventszeit voll Schuld und Bitterkeit erleben. Ich denke an Sie, Uwe Riße, an Ihre Familie und Ihr Engelskind.