Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

wir möchten uns von ganzem Herzen bei all denen bedanken, die in dieser schweren Zeit ihr Mitgefühl, ihre Anteilnahme und ihre Unterstützung ausgedrückt haben. Die überwältigende Anzahl an lieben Worten und Gesten hat uns in unserer Trauer und unserem Schmerz tief berührt. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie sehr uns die Wärme und Liebe, die wir von Ihnen erfahren haben, geholfen haben, mit dem Verlust unserer geliebten Anneli-Marie umzugehen. Ihre aufmunternden Worte und Erinnerungen an sie haben uns Trost gespendet und uns gezeigt, wie sehr sie von vielen Menschen geschätzt wurde. Wir möchten uns auch bei allen bedanken, die uns in dieser schweren Zeit unterstützt und begleitet haben. Ihre Fürsorge und Hilfe haben uns geholfen, inmitten der Dunkelheit einen Weg zu finden. Unser Dank gilt auch den Ermittlungsbehörden und allen, die daran beteiligt waren, Gerechtigkeit für Anneli-Marie zu suchen. Ihre unermüdliche Arbeit hat dazu beigetragen, dass die Täter vor Gericht gestellt und zur Rechenschaft gezogen wurden. Wir werden Anneli-Marie immer in unseren Herzen tragen und die Erinnerung an sie in Ehren halten. Nochmals vielen Dank für Ihre liebevollen Worte und Ihr Mitgefühl.

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R.
16/09/2015 at 22:35
Umso mehr Zeit vergeht, umso deutlicher realisiere ich die Ungeheuerlichkeit und Abscheulichkeit des unvorstellbaren und schäbigsten Verbrechens. Aber diese menschlich so bewegende Seite ist Anneli gewidmet, einzig zur liebevollen Erinnerung an die kleine, einzigartige, zauberhafte und so wunderschöne Anneli. Und wunderschön ist alles an ihr, "der kleinen Chaotin und Klavierspielerin": ihre Verbimmeltheit, ihr nachdenklicher Blick am Strand und als junges Fräulein, ihr engelhaftes Erscheinen, ihre lebenslustige und so herzerfrischend kindliche Verspieltheit mit verrückten Sonnenbrillen. Und so gebietet es allein schon die Achtung vor ihr, mich über jene hier nicht zu äußern welche sich vor irdischem Gericht verantworten werden und nach dem Gericht Gottes in die Hölle fahren. Nein, das darf ich nicht, allein der kleinen Anneli zuliebe. Niemals zuvor habe ich so mitempfunden und so mitgelitten mit dem bitteren Schicksal der Anderen welches, Gott weiß es, mir bestimmt nicht gleichgültig war aber niemals so tief wie bei Anneli daß mir das Herz schwer ist, obwohl ich sie nicht persönlich kannte. Und wie muss es dann erst Ihnen ergehen? Sie, welche Anneli mehr lieben als alles in der Welt? Und diese Liebe zu ihr jetzt vielleicht noch schmerzlicher bewusst wird? Jetzt, wo man sie in der irdischen Welt nicht mehr zärtlich umarmen darf? Weil man immer das Gefühl hat, zu selten gesagt zu haben daß man sie liebt? Nicht mehr sagen kann, daß man sie mehr liebt als das eigene Leben? Aber Anneli wusste, daß sie geliebt wird von ihnen. Man wagt auch gar nicht so richtig von einem Schicksal Annelis zu sprechen, denn das was geschehen ist kann kein Schicksal sein. Es ist zu fürchterlich, zu abgrundtief böse, zu unvorstellbar. Aber Anneli zuliebe schreibe ich keine schlimmeren Worte darüber. Nein, das darf ich nicht. Warum lernen auch die erbärmlichsten Menschen nicht, daß das Leben nur einmal gegeben ist und niemand die Macht hat es zurückzugeben? Nach wie vor kann ich nicht begreifen, daß der Egoismus derartig grauenvolle Züge annehmen und so primitiv sein kann, daß esr dazu führt das Kostbarste und Liebste einer ganzen Familie zu entreißen. Überhaupt zu wagen, die Krallen auszustrecken nach solch einem unschuldigen Mädchen?! Es will mir nicht in den Kopf, daß tatsächlich das Grauenvollste eingetreten ist. In so unmittelbarer Nähe des Ortes meiner eigenen glückseeligen Kindheit, an einem sonnigen Tag, so wenige Meter vom Elternhause entfernt. Oh ja, es fällt so schwer keinen Hass zu entwickeln, denn dieser Irrweg führt ins Verderben und kann gar alles vernichten, ihre Seele für alle Zeiten verdunkeln und bringt die einzigartige Anneli nicht wieder. Noch immer sind meine Gedanken irgendwie wirr, das Geschehen steht zu diametral zu allem was ich empfinde. Sollte man Anneli einen Ort der ewigen und liebevollen Erinnerung schaffen? Könnte vielleicht ein Weg nach ihrem schönen Namen benannt werden? Liebe Anett, das wollte ich noch sagen. Die Danksagung ihrer lieben Familie trifft mitten ins Herz. So sehr, daß man eigentlich keine Worte findet. Man hat ihnen allen so elendiglichen Schmerz zugefügt, einen fast tödlichen Stich mitten ins Herz, aber sie empfinden dennoch ein Gefühl der Dankbarkeit für jene herzensguten Menschen welche sie auf dem schwersten Weg ihres Lebens in Sora begleiteten, welche ihr Haus aufsuchten und welche hier anwesend sind. Ein Zeichen, daß ihre Seele in tiefster Trauer tastend einen Weg versucht zu finden weiterzuatmen. Aber niemand in der Welt kann in das Herz eines Vaters und einer Mutter blicken, und in die Herzen aller die Anneli lieben und welchen das Liebste auf Erden genommen wurde. Jeden Tag bin ich oft in Gedanken bei Anneli, schaue auf ihre Seite, und habe lange Zeit nicht mehr so tiefgründig über das Leben nachgedacht. Vielleicht gelingt es ihnen sich manchmal zu erinnern, daß sie nicht ganz allein sind in der Welt, welche ihnen jetzt wie ein fürchterlich finsterer Abgrund erscheint. Auch glaube ich zu wissen, daß es eine Zeit der tiefsten seelischen Trauer gibt, und auch eine Zeit des liebevollen Erinnerns. Diese Zeit liegt ganz bestimmt in weiter Ferne, aber ich wünsche es ihnen von ganzem Herzen, daß sie diese Zeit erfahren können. Und vielleicht, so unvorstellbar es jetzt erscheint, öffnen sich auch für sie eines Tages doch die eisernen Pforten. Anne Philipe in "Nur einen Seufzer lang": "Ich lasse mich von der Strömung forttragen, ohne zu weit voraus oder zu weit in die Tiefe zu blicken. Ich warte auf den Augenblick, in dem ich wieder Kraft finde. Er wird kommen. Ich weiß, daß das Leben mich noch in seinem Bann hat. Ich will mich retten, nicht mich von Dir befreien."
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