Liebe Familie Riße,
ich habe gerade die Sendung über Anneli aus der Reihe "Die Spur der Täter" angeschaut. Vieles davon habe ich seinerzeit über die Medien mitbekommen und damals wie heute konnte ich die Tränen nicht zurückhalten. Ich bin selbst Vater einer 14-jährigen Tochter und bewundere vor allem Sie, Herr Riße, wie Sie mit dem Geschehenen umgegangen sind und durch die Stiftung versuchen, etwas Gute im Sinne von Anneli zu tun.
Es tut mir sehr leid, dass viele Ihrer Fragen durch die polizeilichen Untersuchungen nicht abschließend geklärt werden konnten. Dass die Täter während des Prozesses geschwiegen haben, sollte Sie in diesem Zusammenhang aber nicht grämen, da man ohnehin nicht davon ausgehen kann, dass feige Mörder die Wahrheit sagen. Reue sucht man bei solchen "Menschen" vergeblich und sie hätten das Geschehene sicher nicht wahrheitsgemäß dargestellt.
Ich wünsche Ihnen nur das Beste für die Zukunft und hoffe, dass alle Familienmitglieder es schaffen, mit den dunklen Schatten der Vergangenheit klarzukommen, ein erfülltes Leben zu führen und die Erinnerung an Anneli nicht zuletzt mit Hilfe der Stiftung zu bewahren.
Liebe Grüße aus Frankfurt/Main.
PS: Mir ist bewusst, dass es nicht hierher gehört, dennoch möchte ich meinem Wunsch Ausdruck verleihen, dass beiden Tätern ein möglichst kurzes Leben beschieden sein mag. Wer das Leben eines Unschuldigen auslöscht und so viel Leid über dessen Angehörige und Freunde bringt, hat in meinen Augen das Recht auf jeden weiteren Atemzug verwirkt.