Alles hat seine Zeit, alles auf dieser Welt hat seine ihm gesetzte Frist.
Geboren werden hat seine Zeit wie auch das Sterben.
Pflanzen hat seine Zeit wie auch das Ernten.
Zerstören hat seine Zeit, wie auch das Bewahren.
Weinen hat seine Zeit wie auch das Lachen.
Lieben hat seine Zeit wie auch das Hassen.
Ob dieser sinnlosen Vernichtung einer außergewöhnlichen und aufstrebenden Seele, fühle ich in mir jedoch nur noch Trauer, Schmerz - und Abscheu.
Nichts in den vergangenen Jahren hat mich so betroffen gemacht, wie das Leid, und der Schmerz, den Anneli-Marie in ihren letzten Minuten ertragen musste - und den jetzt ihre Familie, bis zum Ende ihrer Tage, verspüren wird.
Es wird zwar behauptet, dass der Schmerz mit der Zeit nachlässt, wenn der Alltag wieder zurückkehrt, neue Ereignisse ins Leben treten.
Nach meiner Ansicht trifft dies leider nicht bei jedem Verlust zu.
Alles was wir lieben ist unersetzlich, und alles wofür Ersatz auch nur denkbar ist, haben wir niemals wahrhaftig geliebt.
Ein jeder, der die berührende Traueranzeige der Eltern gelesen hat, wird verstehen, dass sie dieser Schmerz auf ewig quälen wird.
Möge der neu aufgestiegene Engel seine Lieben beschützen, behüten, und ihnen den Schmerz nehmen, der ab nun ihr Leben ausmacht.
In perpetuum coniuncti