Hören Sie nicht auf an Annelie zu denken, verdrängen Sie keinen Gedanken an sie, weil Sie denken, dass es Ihnen dann besser geht. Denken Sie an Annelie und lächlen, denn je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
Und jetzt, jetzt können Sie darüber weinen, dass sie gegangen ist, oder Sie können lächeln, weil sie gelebt hat. Sie können Ihre Augen schließen und beten, dass sie wiederkommt, oder Sie können sie öffnen und sehen, was sie zurückgelassen hat. Ihr Herz kann leer sein, weil Sie Annelie nicht sehen können, oder es kann voll der Liebe sein, die Annelie für Sie und Andere hatte. Sie können immer daran denken, dass sie gegangen ist, oder Sie können Annelie im Herzen tragen und in ihnen weiterleben lassen. Sie können weinen und ganz leer sein, oder sie können tun, was Annelie sicherlich von Ihnen wollte: dass Sie lächeln, Ihre Augen öffnen, Liebe geben und weitergehen.
Ein Mensch, und daran glaube ich ganz fest, ist erst dann wirklich tot, wenn ihn der Letzte vergessen hat.
Sorgen Sie dafür, dass das niemals passiert, denn der Tod ist zwar der Grenzstein des Lebens, aber nicht der Liebe.
Alles Gute und vorallem viel Kraft wünscht Ihnen Yvonne Stüber