Liebe Familiie Riße, liebe Anneli.
Nun sind es also bald drei Jahre. Ich habe Anneli bei der Bestattung versprochen, sie schnell wieder zu besuchen, mir den Engel anzuschauen.
Die Entfernung war bisher doch immer zu gross, aber versprochen ist versprochen. Mindestens einmal noch will ich Anneli besuchen.
Robschütz ist mir in Erinnerung geblieben, was für ein Refugium dieser Ort doch sein kann, gerade für mich als Städter. Wobei – ich bin ja selbst Dorfkind gewesen und kann mich ein bisschen in die Gefühlswelt von Dorfkindern hineinversetzen.
Was nach wie vor wahr geblieben ist, ist die Tatsache, dass Anneli mich seit ihrem Einzug in mein Herz nie wieder verlassen hat. Höre ich den Namen Anneli oder denke ich an sie, kommt eine Schwere in mir hoch. Das alte Gefühl, das mich im August 2015 begleitet hat.
Es sind wieder heisse Tage in Dresden, so wie damals. Die Hitze flimmert wieder auf den Feldern, die nur in diesem Jahr wohl nicht so grün sind wie damals.
Ich würde gern vorbeischauen und den Geist von Anneli für ein paar Minuten wahrnehmen. Früher oder später klappt das noch, denn versprochen ist versprochen.
Anneli bleibt unvergessen.
Ich wünsche der Familie Stärke und doch auch Glück und Fröhlichkeit für die kommenden Tage.