Liebe Familie Riße.
Den allermeisten von uns passieren Dinge, die hart sind, die weh tun und die uns etwas sagen lassen wie "es zerreisst mir das Herz". Und die allermeisten dieser Dinge fühlen sich auch tatsächlich so an.
Doch...
Es gibt auch Dinge, die Schmerz verursachen, der sich für andere nicht nachfühlen lässt. Ich denke so etwas ist Ihnen jetzt widerfahren, und so kann ich als jemand, der nur die andere Sorte Schmerz kennt, keine passenden Worte finden, um etwas Tröstendes zu sagen.
Ich kannte Anneli-Marie nicht, doch ihre Bilder sagen, dass sie besonders war. Das meine ich von Herzen, es ist keine Floskel.
Ich denke sie war ein echter Sonnenschein, dabei aber auch ein junger Mensch mit viel Tiefe und Intelligenz.
Für alle Menschen, die sie kannten und mochten oder liebten, ist ihr Ableben ganz sicher ein Verlust, den zu verarbeiten keine Sache von nur ein paar Wochen oder Monaten ist.
Und für alle, die sie eines Tages noch kennengelernt und gemocht oder geliebt hätten, wird das Leben nun um viele schöne und einzigartige Momente ärmer verlaufen.
Ich weiss nicht, was ich Ihnen wünschen soll, denn was Anneli-Marie gewollt hätte und was die Aufgabe ihrer Familie ist, wissen Sie selbst am besten.
Nur soviel: Hier in Hannover sitzt ein Mensch seit Tages fassungslos mehrmals täglich vor den Nachrichten und kann es nicht begreifen. Es will nicht in meinen Kopf. Es ist in mir, wenn ich arbeite. Es war sogar in mir, als ich gestern mit Freunden im Biergarten sass.
Ich schätze ich will Ihnen nur sagen - Sie sind nicht allein!!!
Sie sind auf keinen Fall allein...
Wenn ich kann, bin ich am nächsten Wochenende in Sora und werde mit vielen anderen, denen es wie mir geht, Anneli-Marie auf ihrem letzten Weg begleiten.
Ihrer Familie wünsche ich nur das Beste.