Liebe Familie Risse,
ich habe heute den Film "Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott" gesehen. Ein Mann, vorbildlicher Familienvater und Ehemann, verliert durch ein Gewaltverbrechen seine jüngste Tochter. Der lange Weg der Trauer, Schuld und Vergebung sind das große Thema. Ich hatte vom ersten Augenblick an das Schicksal von ihrer Tochter und somit auch von ihnen als Familie vor Augen. Ich war sehr aufgewühlt durch den Film, habe mich regelrecht durch den Tag gequält, weil die Vergebung, die am Ende des Films gewährt wird, mich überfordert hat. Wie kann man solch einer Bestie vergeben, der einem kleinen Mädchen das ganze Leben nimmt? Eine Familie in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzt und nichts mehr so ist, wie es war!? Wie!???!!!? Ich bin ein sehr christlicher Mensch und halte mich an Gesetze und Gebote. Aber das Thema Vergebung war in diesem Fall / Film zu hoch für mich!!! Und wenn ich das schon so empfunden habe, wo es noch nicht mal mich persönlich betraf, wie sollen es dann betroffene Familien können? Ich habe, um ehrlich zu sein, viele Tränen vergossen während des Films und auch noch danach. Das, was für mich und viele andere Menschen nur ein kurzer Einblick durch den Film war in diese Thematik, ist für sie knallharte Realität. Ich empfinde tiefes Mitgefühl für sie alle und wenn man dann noch sieht, mit welcher Kraft sie ihren Weg gehen und noch so viel Gutes tun, dann möchte man sich einfach nur vor so viel Größe und Menschlichkeit verneigen! Bleiben sie weiterhin so stark, sie sind eine wundervolle Familie. Herzliche Grüße,
Ulrike