Ich erinnere mich, 2015, damals als 11-jähriges Kind, in der Zeitung über Anneli gelesen zu haben. Vor zwei Tagen bin ich dann auf die ZDF Doku gestoßen und habe geschockt realisiert, dass ich inzwischen, mit fast 22 ein Alter erreicht habe, was Anneli niemals erreichen durfte. Schon damals als Kind habe ich mich gefragt, wie man etwas so grausames tun kann, und jetzt als Erwachsene mit einigen Infos mehr, frage ich mich das nur noch mehr. Was ich mich inzwischen auch sehr frage, ist, wie man als Angehörige das durchsteht. Ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen. Ihr Auftreten in der Doku, und wie Sie in den verschiedenen Zeitungsartikeln auf dieser Seite beschrieben werden, hat mich zu gleichen Teilen berührt und beeindruckt. Auch, dass es diese Stiftung gibt, ist keine Selbstverständlichkeit und ein wundervoller Weg, mit dem Geschehenen umzugehen. Dennoch hoffe ich, dass Sie die Hilfe, die Sie benötigen, zur Seite stehen haben, denn es gibt Wunden, die auch 11 Jahre später nicht verheilt sind. Ich wünsche Ihnen alle Kraft und Beistand der Welt. Allerdings möchte ich diesen Beitrag nicht mit einem „Ruhe in Frieden, Anneli“ beenden, denn ich finde, mit 17 gibt es noch nicht viel, wovon man sich ausruhen müsste, man kann ja nicht mal sagen, sie wurde brutal und unschuldig mitten aus dem Leben gerissen, sie stand ja erst am Anfang. Das ist eine Ungerechtigkeit, die nichts auf dieser Welt wieder gut machen kann. Von daher hoffe ich einfach nur, dass, sollte es ein Jenseits geben, du dort dein Glück findest, Anneli.