Ein schweres Wochenende liegt hinter ihnen. 1 Jahr ohne ihre geliebte Tochter, Schwester, Freundin...
Ich habe so oft an sie gedacht. In der Nacht vom 13. zum 14. konnte ich kein Auge zu machen, so aufgewühlt war ich. Die Gedanken kreisten um die Nacht vor einem Jahr und was Anneli durchmachen musste. Da gab es zumindestens noch einen Funken Hoffnung, dass sie sie wieder in die Arme schließen können. Warum hatte keiner von diesen Monstern ein Gewissen und hat Anneli frei gelassen...
Für sie der 17.8. abends, für mich der 18.8. früh morgens, die Gewissheit, dass es Anneli nicht mehr gibt, nicht mehr hier auf dieser Welt. Ich musste so schrecklich weinen, völlig fassungslos, außer mir vor Wut und Traurigkeit, vom Glauben abgefallen... Ich holte meine kleine Maus aus ihrem Babybett, ich hielt Sie Minuten lang ganz fest und weinte und weinte und dachte, was wäre wenn ihr jemand etwas antun würde, wie kann ich sie beschützen, wie kann es solche Kreaturen geben, die Menschen und Kindern so etwas antun. Der Tag letztes Jahr hat alles verändert, über unserer Heimat lag Stille, Traurigkeit, Fassungslosigkeit, Wut... Mein kleine Maus war an diesem Tag ganz ruhig als könnten Babys Engel flüstern hören.
Ich wünsche ihnen viel Kraft für den weiteren Prozess, oh man, könnte man doch wie man wöllte. Diese Monster werden hoffentlich noch die Hölle erleben. Ihnen soll schlimmes widerfahren, nicht nur für ihre grauenvolle Tat sondern auch für Ihr erbärmliches Verhalten im Gericht, keine Reue, keine Entschuldigung, keine Wahrheit, nichts. Und die Verteidiger, können die noch in den Spiegel schauen oder ihrer Familie und ihren Freunden ins Gesicht. An deren Stelle würde ich mich schämen. Wieso bekommen die Täter überhaupt eine Verteidigung? Anneli war in den schrecklichen Stunden ganz alleine und durfte niemanden an ihre Seite wissen, der sie verteidigt hat.
Ich bewundere sie, wie tapfer sie das Durchhalten, wie ruhig sie bleiben, wie sie kämpfen. Machen Sie weiter für ihre Tochter. Alles Liebe für sie alle. Viele viele Menschen sind in Gedanken bei ihnen.