Ein Jahr ist seit dieser schrecklichen Tat vergangen und diese unfassbare Greueltat beschäftigt mich immer noch. Fast täglich denke ich Sie, Familie Riße und an Ihre Tochter, obwohl wir uns nicht persönlich kennen. Aber die Grausamkeit und Kaltherzigkeit in so unmittelbarer Nähe erleben zu müssen, das trifft auch jene, die Anneli-Marie nicht persönlich kannten.
Vorgestern war ich wieder an der Stelle, wo das Entsetzliche begann.....man kann es einfac h nicht fassen, inmitten von Feldern, Natur und ländlicher Ruhe haben Menschen so grausam und unmenschlich gehandelt. Wie kann man sich an einem whelosen jungen Mädchen vergreifen und sich dann vor Gericht so feige hinter einem Aktenordner zu verstecken?? In der Jahresschrift des GSG stehen auf der letzten Seite die Namen der Abiturienten dieses Jahrganges. Was mir sehr zu Herzen ging, war ein Satz unter all den Namen : Zu uns gehören Mathew Müller ( † 11.01.2010) und Anneli-Marie Riße († 14.08.2015). Dieser so berührende Satz zeigt doch, dass Anneli-Marie nicht vergessen ist und auch nicht vergessen wird. Sie wird immer in den Herzen ihrer Familie und ihrer Freunde einen festen Platz haben.
Ich verfolge den Prozess auch über den Blog von Herr Bisanz, es ist wirklich traurig, dass in unserem Rechtstaat der Täterschutz mehr gilt als der Opferschutz. Und ehrlich gesagt ist mir absolut schleierhaft, wie man als Rechtsanwalt sich selber noch im Spiegel in die Augen schauen kann, wenn man zu solch wirklich menschenverachtenden Verteidigungstaktiken greift.
Ich hoffe nach wie vor auf ein gerechtes Urteil und wünsche, offen gestanden, diesen beiden feigen Individuen die Hölle auf Erden.