Es gibt allein zwei Verantwortliche für diese Untat, die damit sehr schwere Schuld auf sich geladen haben. Nebenbei bemerkt, hoffe ich darauf, dass das Gericht das genauso sieht und dementsprechend sein Urteil fällt. Sich verantwortlich fühlen für einen Menschen - ja, ist nachvollziehbar. Ich schreibe das jetzt, weil ich den Gästebucheintrag von Florian H. gelesen habe, dem Freund von Anneli-Marie. Er ist ebenso ein Opfer, wie alle, die unter diesem Verbrechen leiden und trauern und von Entsetzen geplagt sind. Aber verantwortlich sind sie alle nicht, auch wenn sie sich noch so oft fragen mögen, ob sie es hätten verhindern können. Unmöglich, da es einfach undenkbar war, dass jemand diesem wunderbaren Menschenkind so etwas antut. Opfer, das sind zumindest auch die Söhne eines der Verbrecher, deren berufliche und persönliche Zukunft zerstört ist. Es ist eine unendliche Spirale, die sich immer weiter nach unten dreht, in unendliche Abgründe. Was kann man dagegen setzen? Hoffen auf die Zukunft, auf die verbliebenen nahestehenden Menschen, die einem Freude bereiten und Mut geben bis hin zum Gedanken an den Glauben auf ein Wiedersehen: auf das Vorausgehen von Anneli-Marie und all der lieben Verstorbenen, die einen erwarten, wenn es dann soweit ist. Liebe Familie Riße, ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Ihr Leben wieder mit Licht erfüllt wird und die dunklen Momente weniger werden. Liebe Grüße sende ich Ihnen aus der Oberpfalz.